Donnerstag, 19. September 2019

Tag 18 bis Tag 20

Tag 18, Dienstag der 17. September

Bei strahlendem Sonnenschein geht es heute früh weiter. Kurz hinter Novy Sad gibt es wieder einen Fahrraddamm, die Strecke hier entlang der Donau ungestört von Autos ist echt schön, entspanntes Radeln, während die Landschaft in einen einsickert. Nach 25km finden wir eine ideale Badestelle und können uns super zwischen erfrischen, ein echter Fitmacher das Donauwasser. Leider endet hier auch wieder unser Fahrraddamm und es geht für den Rest des Tages wieder auf Landstrassen weiter. Nicht so schön, erstmal sind hier wieder viele LKWs unterwegs und gerade manche Kleintransporter Fahrer können ihr Fahrzeug anscheinend schlecht einschätzen, heute kratzt wieder einer 2cm an meinem Vorderrad vorbei. Nach 35km erreichen wir Palanka, hier geht es auf die andere Donauseite rüber und damit auch wieder in ein neues Land, nach Kroatien, langsam wird's schwierig mit all den verschiedenen Währungen in unseren Portemonnaies. Christoph wollte gestern schon in Novy Sad mit Slotys bezahlen, was die Verkäuferin aber gar nicht gut fand, obwohl sie damit das Geschäft ihres Lebens gemacht hätte. Auf kroatischer Seite der Donau fahren wir in Ilok ein, hier gibt es auf einem Hügel über der Donau eine alte Befestigungsanlage mit Schloss und alter Kirche, ein wirklich schöner Flecken. Auf kroatischer Seite wird es wieder hügelig 50m hoch, 50m runter, sind wir nach all dem flachlandradeln gar nicht mehr gewohnt. Nach 85 km radeln wir in Vukovar ein. An einigen Häusern sind hier immer noch die Spuren des Krieges sichtbar, die Innenstadt ist aber ganz hübsch. In Donaunähe finden wir eine nette kleine Pension und starten nochmal zur abendlichen Ortsbesichtigung durch.



Tag 19, Mittwoch der 18. September

Bewölkter Himmel und Temperatursturz um gefühlte 10grad. In der Nacht hat es geregnet und auch tagsüber tröpfelt es immer Mal wieder. Für uns geht es auf kroatischen Landstrassen weiter. Nichts zu sehen von der Donau auf dem Donauradweg, dafür viele Autos. Nach 50km erreichen wir Osijek, eine größere Stadt an der Drau. Eine schnelle Internetrecherche ergibt, das es von hier eine Zugverbindung nach Pecs in Ungarn gibt. Da wir keinen Bock auf noch mehr kroatische Landstrasse weit weg von der Donau haben, ist es schnell beschlossene Sache, auf ins schöne Pecs.Eine Unterkunft ist über booking.com schnell dazu gebucht, Da der Zug erst abends nach 18Uhr fährt bleibt noch genügend Zeit für eine Stadtbesichtigung. Die Altstadt mit Festungsanlage an der Drau ist wirklich schön, an vielen Ecken besteht noch Sanierungsbedarf, aber es finden sich überall schöne Ecken mit Flair. Abends geht's dann mit alten Triebwagen und Wagons wie zu Ostzeiten Richtung Ungarn. Eisenbahn-Romantik pur für nur 3Euro50. Die Triebwagen dröhnen so laut , das jeder Gesprächsversuch sofort unterbunden wird. Es rattert und ruckelt wieder richtig und es gibt einen Schaffner der den Zug noch abpfeift und die grüne Kelle hebt. Die Toiletten sind noch mit direkter Klappenentleerung auf die Gleise, wobei anscheinend Wert darauf gelegt wird, den Originalzustand nicht durch putzen zu beeinträchtigen. Der ungarische Schaffner meint für unsere Fahrräder brauchen wir extra Tickets und rechnet uns 2mal verblüfft auf seinen Gerät vor, das das 0 Euro kostet. Lachend sage ich, "Ok dann nehm ich 2 davon".
In Pecs ist unser vorgebuchtes Apartment schnell gefunden, eine komplett eingerichtete nette kleine Wohnung mit Terrasse für wenig Geld, wirklich super.



Tag 20, Donnerstag der 19. September

Pecs ist definitiv eine Reise wert. 2010 war Pecs Kulturhauptstadt Europas. Die Altstadt mit ihren Plätzen und historischen Gebäuden und den vielen Straßencafés hat wirklich viel Flair und Fotomotive ohne Ende. Die Stadt hat eine sehr wechselvolle Geschichte, von der ersten Besiedlung von den Römern, über die Besetzung der Stadt im Mittelalter durch die Türken, all das spiegelt sich auch in der historischen Bebauung wieder. Mit abendlicher Beleuchtung ziehen einem die belebten Plätze nochmal besonders in ihren Bann. Wirklich schön hier.





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