Tag 1, Samstag der 31 August
Heute ist Anreise Tag . Früh um 7 uhr geht es in Weimar los. Bis Warschau läuft die Bahn Anreise ziemlich problemlos. In Warschau stelle ich in allerdings fest , dass ich für den Zug nach Krakau keine Reservierung für Fahrrad und auch für mich nicht habe. Da der Zug ein Express Intercity ist, kann das zum Problem werden . Ich quetsche mich aber trotzdem in den Zug, da der Zug nur einen Halt hat, kann der Schaffner mich frühestens in Krakau rausschmeißen. Leider wird die Nachteservierung im Zug ziemlich teuer, was soll's. Gegen Abend bin ich dann in Krakau, die paar Kilometer zum Campingplatz sind schnell abgeradelt. Dort erwartet mich Christoph schon, der mit dem Bus von Dresden angereist ist. Der Platz ist schön gelegen an der Weichsel. Tagsüber hat's hier auf dem Campingplatz wohl ein kleines Fest gegeben, von dem noch ein Fäßchen übrig ist und ganz ganz nah an unserem Zelt lagert. So zapft Christoph uns ein Freibier nach dem anderen. Auf der Weichsel fahren währenddessen die Partyboote mit Musik auf und ab. Das geht ja echt gut los unser Urlaub hier. Willkommen in Polen.
Tag 2, Sonntag der 1.. September
Heute steht eine Besichtigung von Krakau an. Dazu geht's mit den Rädern in die Stadt. Krakau ist wirklich sehr sehr sehenswert. So geht es in die historische Innenstadt mit Marktplatz und Tuchhallen, zur Wawel-Burg und ins jüdische Viertel. Besonders atmosphärisch wird es abends. Der angestrahlte Wawel und der hell erleuchtete Marktplatz an einem lauen Sommerabend mit einem bunten Treiben in den Strassen sind schon ein Erlebnis. Ich laß am besten Bilder sprechen.
Tag 3, Montag der 2. September
9:30 sitzen wir auf unseren bepackten Bikes. Das Wetter meinte heute nicht so gut mit uns. Der Himmel ist zugegangen und es gibt öfter mal Regenschauer. Die ersten 10km kämpfen wir uns aus Krakau raus und auch die nächsten 20km geht es auf vielbefahrenen Strassen weiter. Wir fangen uns eine Dusche nach der anderen von den vorbeifahrenden Lästern auf den nassen Straßen ein. Dann sind wir endlich auf dem Karpatenradweg. Aber selbst hier kommen auf dem schmalen Weg plötzlich noch mit 80 Autos an einem vorbei geschossen. Der Weg ist ein einziges Auf und ab, Steigungen zwischen 10 und 16 Prozent. Nach 80km sind wir am Ende, nach langer Suche finden wir in letzter Sekunde eine Übernachtung bevor ein wahrer Sturzregen vom Himmel prasselt. Unsere Gastgeber waren eigentlich nicht mehr auf Gàste außerhalb der Saison eingestellt, haben aber schnell ein Einsehen bei dem Wetter und unseren erschöpften Zustand. Super gastfreundlich, wir kriegen gleich Abendbrot und Brombeer-Wodka von Jacsek aufgetischt. Da haben wir echt Schwein gehabt, mit campen wären wir heute gnadenlos abgesoffen.
Tag 4, Dienstag der 4. September
Es regnet ohne Unterlaß. Im Vollschutz geht es früh wieder los. Bei dem schweißtreibenden Streckenprofil sind wir nach 5 km von außen und von innen durchweicht. Die Strecke ist wirklich der Hammer. 100m hoch, 100 m runter bei unmöglichen Steigungen. Serpentinen sind hier unbekannt, es gibt nur Stichstraßen gerade die Hügel hoch. So müssen wir uns jeden km mühsam erkämpfen Aber die Landschaft ist wirklich schön. Wie die Wolkenschwaden zwischen den Berghügeln wabern und in der Distanz alles im Dunst verschwinden lassen, hat schon was mystisches. Gegen 16 Uhr machen wir den ersten kleinen blauen Streifen am Himmel aus, es hat auch endlich aufgehört zu regnen. Hurra es ist Besserung in Sicht. Nach 50 km ist heute Schluß, mehr geht hier einfach nicht. Wir campen am Fluss Dunajec wirklich idyllisch.
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