Sonntag, 29. September 2019

Tag 27 und Tag 28

 Tag 27, Donnerstag der 26. September

Stadtbesichtigung Teil 2. Es geht zum Heldenplatz und zum daneben liegenden Park mit der Burg Vajdahunyad, eine kleine Märchenburg, wirklich schön. Danach zur großen Einkaufsmeile von Budapest, der Vacy Utca, hier ist alles vertreten was einen Namen hat von Adidas bis Swarovski, kaufen sollte man hier aber besser nichts, nicht grad günstig hier. Abends drehen wir auf der Margaretheninsel noch eine Runde. Mit beleuchteten Wasserspielen mit Musik, einem Park in dem die Bäume nachts mit wechselnden Farben angestrahlt werden und natürlich dem beleuchteten Budapest-Panorama wenn man am Donauufer entlang wandert, kann man hier entspannt Budapest genießen. Selbstverständlich endet die Reise im hauseigenen Pub.



 
Tag 28, Freitag der 27. September

Heute geht's zum Gelertberg. Von hier oben hat man nochmal einen phantastischen Blick auf Budapest. Der Anstieg dort hoch erinnert mich an die Karpaten, ohne viel Gepäck am Rad aber kein Problem mehr. Den restlichen Tag verbringen wir heute in Ruhe auf der Margaretheninsel.
Zur blauen Stunde geht's dann zum Parlament, von da aus ziehen wir abends nochmal die Donau runter und genießen die Lichtershow über dem Fluss. Gleich uns sind hier noch viele Leute am Donauufer unterwegs bewundern das Panorama. Budapest bei Nacht ist schon der Hammer. Den Abend und den Urlaub lassen wir in einer versteckten kleinen urigen Kneipe irgendwo im Strassengewirr hinter der Donau ausklingen. Selbst 4 Wochen gehen am Ende viel zu schnell zu Ende. War schön im Osten.






Mittwoch, 25. September 2019

Tag 25 und Tag 26

Tag 25, Dienstag der 24. September

Die letzte Etappe unserer Radreise steht an. Wir machen früh noch einen kleinen Umweg zu einigen kleinen Feldwegen, die letzte Chance die Drohne nochmal zum Einsatz zu bringen. Wir fahren am Seitenarm der Donau langsam nach Budapest rein. Der Gelertberg taucht in der Entfernung hinter dem Donauwasser vor uns auf. Irgendwann verschluckt uns dann die Großstadt komplett und wir sind mitten drinnen im Verkehrsgetümmel mit all seinen Lärm. Glücklicherweise gibt's hier überall Fahrradwege. Es geht vorbei am Gelerthotel, am anderen Ufer taucht das Parlament auf. Bis zur Margaretheninsel geht unsere Fahrt, dort ist unser Hostel. Besser hätten wir es gar nicht erwischen können, die Insel ist schon Wellnessoase, komplett Autofrei. Das Hostel liegt direkt an der Donau mit Kanuverleih, Dachterrasse, hauseigenem Pub, echt super. Die Sonne lāßt sich jetzt nachmittags auch wieder blicken.
Abends geht's nochmal zur Fischer-Bastei, das letzte Mal war ich vor über 30 Jahren dort oben und fand es damals unglaublich beeindruckend. An vieles kann ich mich noch erinnern, hat sich damals doch ganz schön eingeprägt, selbst unsere Schlafstelle auf Parkbänken hinter der Matthiaskirche finde ich noch, und es ist immer noch beeindruckend hier. Ein genialer Blick auf die Donau und die andere Stadtseite mit erleuchteten Parlament und Brücken. Fotomotive ohne Ende.






Tag 26, Mittwoch der 25. September

Sightseeing-Tour. Wir bleiben auf der Pest-Seite heute. Über Parlament, St.Istvan Kathedrale, Synagoge, Große Markthalle ziehen wir durch die Innenstadt. Zurück geht's am Donauufer zur Margaretheninsel. 28km kommen so zu Stande, gut das wir die Fahrräder dabei haben. Budapest hat schon sehr beeindruckende Gebäude, nicht nur die Bekannten, die Bürgerhäuser an den Plätzen gleichen auch kleinen Palazos. Abends sind wir fußfaul geworden und verbringen bei Reggae-Musik den Abend im hauseigenen Pub.






Montag, 23. September 2019

Tag 21 bis Tag 24

Tag 21, Freitag der 20. September

Gegen 11Uhr startet unser Zug hier um uns zurück an die Donau zu bringen. Genug Zeit unser Lieblingscafe in der Innenstadt aufzusuchen und bei Kaffee und leckeren ungarischen Backwaren die morgendlichen Sonnenstrahlen zu genießen und das Pecser Leben zu beobachten. Mit dem Zug geht's dann wieder nach Mohacs an der Donau. Wir radeln um 14 Uhr los, wieder schön gemütlich auf einem Damm an der Donau, nur der Gegenwind stört etwas. Nach 45km kommen wir in Baja an, einer Kleinstadt an der Donau. An einem Seitenarm gibt's hier eine schöne kleine Promenade mit kleinen Kneipen und sehr leckeren Langos. Auf dem Campingplatz mieten wir uns eine kleine Hütte, mittlerweile wird es abends hier schnell kalt mit Temperaturen an den Gefrierpunkt ran. Da ist so eine kleine Hütte ganz angenehm. Gegenüber vom Campingplatz gibt's abends ein Jubiläumskonzert einer ungarischen Band (30jähriges Bestehen). Der Eintritt ist frei, Rockmusik aus den guten alten Tagen, nur eben auf ungarisch, das Publikum singt mit, leider gibt's nur einen Bierausschank und der Zapfer ist auch nicht der schnellste, bei 500 Gästen, keine Chance.




Tag 22, Samstag der 21. September

Frühs ist es noch bitterkalt, aber eine heiße Dusche und ein paar Radelkilometer in der Sonne bringt die Lebensgeister wieder auf Tour. Größtenteils geht's weiter auf dem Fahrraddamm neben der Donau, wobei die Donau meist nicht zu sehen ist, zwischen Damm und Donau ist ein Streifen mit Baumbewuchs. Bei Pak wechseln wir mit der Fähre auf die andere Donauseite, in der Hoffnung in der Kleinstadt Quartier zu finden. Aber erst nach 5 vergeblichen Anläufen finden wir mittlerweile im Dunkeln eine Pension die noch ein Zimmer frei hat. Außer uns ist hier noch eine Judo-Mannschaft aus Siebenbürgen in Rumänien zu Gast, da wo unsere Tour ursprünglich hätte hingehen sollen. Schon witzig, wenn wir schon nicht nach Rumänien kommen, kommt Rumänien zu uns :).




Tag 23, Sonntag der 22. September

Frühs geht es mit der Fähre wieder auf die andere Donauseite, leider müssen wir bis 11 Uhr warten bis die nächste Fähre fährt, aber wir haben ohnehin Zeit, bis Budapest ist es nicht mehr so weit und wir reduzieren im Moment unsere Tourlängen, reicht wenn wir Dienstag Abend dort ankommen, dann haben wir immer noch 3 Tage zur Stadtbesichtigung. Die Strecke heute verläuft großteils auf Landstrassen und auf Fahrradwegen neben Landstrassen. Wir haben Rückenwind großteils, so daß wir nach 55km unser heutiges Tagesziel Dunavecse an der Donau schnell erreichen. Für nicht mal 20 Euro haben wir hier wieder mal ein ganzes Haus, ein ehemaliges Cafe, mit Terrasse, 2 Küchen…,was man als Radfahrer halt so braucht :).



Tag 24, Montag der 23. September

Frühstück gibt's heute auf unserer Cafe-Terasse, frisch aus dem Supermarkt. Das Wetter sieht ziemlich trübe aus, keine Sonne in Sicht. Der meiste Teil der Strecke geht heute an einem Nebenarm der Donau entlang, zwischendrin gibt's eine Hoppelsrecke auf einem Damm, der von Traktoren völlig zerfahren und überwuchert ist, echt erbärmlich zu fahren. Man merkt das man Budapest näher kommt, die Besiedlung wird immer dichter. In einer Pension in Szigetszentmárton endet unsere heutige kurze Etappe. Unser Zimmer hat einen wirklich schönen Blick auf den Donauseitenarm 



Donnerstag, 19. September 2019

Tag 18 bis Tag 20

Tag 18, Dienstag der 17. September

Bei strahlendem Sonnenschein geht es heute früh weiter. Kurz hinter Novy Sad gibt es wieder einen Fahrraddamm, die Strecke hier entlang der Donau ungestört von Autos ist echt schön, entspanntes Radeln, während die Landschaft in einen einsickert. Nach 25km finden wir eine ideale Badestelle und können uns super zwischen erfrischen, ein echter Fitmacher das Donauwasser. Leider endet hier auch wieder unser Fahrraddamm und es geht für den Rest des Tages wieder auf Landstrassen weiter. Nicht so schön, erstmal sind hier wieder viele LKWs unterwegs und gerade manche Kleintransporter Fahrer können ihr Fahrzeug anscheinend schlecht einschätzen, heute kratzt wieder einer 2cm an meinem Vorderrad vorbei. Nach 35km erreichen wir Palanka, hier geht es auf die andere Donauseite rüber und damit auch wieder in ein neues Land, nach Kroatien, langsam wird's schwierig mit all den verschiedenen Währungen in unseren Portemonnaies. Christoph wollte gestern schon in Novy Sad mit Slotys bezahlen, was die Verkäuferin aber gar nicht gut fand, obwohl sie damit das Geschäft ihres Lebens gemacht hätte. Auf kroatischer Seite der Donau fahren wir in Ilok ein, hier gibt es auf einem Hügel über der Donau eine alte Befestigungsanlage mit Schloss und alter Kirche, ein wirklich schöner Flecken. Auf kroatischer Seite wird es wieder hügelig 50m hoch, 50m runter, sind wir nach all dem flachlandradeln gar nicht mehr gewohnt. Nach 85 km radeln wir in Vukovar ein. An einigen Häusern sind hier immer noch die Spuren des Krieges sichtbar, die Innenstadt ist aber ganz hübsch. In Donaunähe finden wir eine nette kleine Pension und starten nochmal zur abendlichen Ortsbesichtigung durch.



Tag 19, Mittwoch der 18. September

Bewölkter Himmel und Temperatursturz um gefühlte 10grad. In der Nacht hat es geregnet und auch tagsüber tröpfelt es immer Mal wieder. Für uns geht es auf kroatischen Landstrassen weiter. Nichts zu sehen von der Donau auf dem Donauradweg, dafür viele Autos. Nach 50km erreichen wir Osijek, eine größere Stadt an der Drau. Eine schnelle Internetrecherche ergibt, das es von hier eine Zugverbindung nach Pecs in Ungarn gibt. Da wir keinen Bock auf noch mehr kroatische Landstrasse weit weg von der Donau haben, ist es schnell beschlossene Sache, auf ins schöne Pecs.Eine Unterkunft ist über booking.com schnell dazu gebucht, Da der Zug erst abends nach 18Uhr fährt bleibt noch genügend Zeit für eine Stadtbesichtigung. Die Altstadt mit Festungsanlage an der Drau ist wirklich schön, an vielen Ecken besteht noch Sanierungsbedarf, aber es finden sich überall schöne Ecken mit Flair. Abends geht's dann mit alten Triebwagen und Wagons wie zu Ostzeiten Richtung Ungarn. Eisenbahn-Romantik pur für nur 3Euro50. Die Triebwagen dröhnen so laut , das jeder Gesprächsversuch sofort unterbunden wird. Es rattert und ruckelt wieder richtig und es gibt einen Schaffner der den Zug noch abpfeift und die grüne Kelle hebt. Die Toiletten sind noch mit direkter Klappenentleerung auf die Gleise, wobei anscheinend Wert darauf gelegt wird, den Originalzustand nicht durch putzen zu beeinträchtigen. Der ungarische Schaffner meint für unsere Fahrräder brauchen wir extra Tickets und rechnet uns 2mal verblüfft auf seinen Gerät vor, das das 0 Euro kostet. Lachend sage ich, "Ok dann nehm ich 2 davon".
In Pecs ist unser vorgebuchtes Apartment schnell gefunden, eine komplett eingerichtete nette kleine Wohnung mit Terrasse für wenig Geld, wirklich super.



Tag 20, Donnerstag der 19. September

Pecs ist definitiv eine Reise wert. 2010 war Pecs Kulturhauptstadt Europas. Die Altstadt mit ihren Plätzen und historischen Gebäuden und den vielen Straßencafés hat wirklich viel Flair und Fotomotive ohne Ende. Die Stadt hat eine sehr wechselvolle Geschichte, von der ersten Besiedlung von den Römern, über die Besetzung der Stadt im Mittelalter durch die Türken, all das spiegelt sich auch in der historischen Bebauung wieder. Mit abendlicher Beleuchtung ziehen einem die belebten Plätze nochmal besonders in ihren Bann. Wirklich schön hier.





Montag, 16. September 2019

Tag 14 bis Tag 17

Tag 14, Freitag der 13. September

Frühs trinken wir noch einen Kaffee auf einer Parkbank in der Innenstadt und lassen das Kleinstadt Leben an uns vorüberziehen. Es ist schon ein Luxus den Strassenfegern frühs bei ihrer ersten Begrüßungszigarette zu zuschauen, wie der Mikrokosmos einer Kleinstadt zu funktionieren beginnt ohne mithasten zu müssen. Die Entspanntheit unserer Radreise hat uns endgültig erreicht. So macht das Nomadenleben Spass, kein Druck, der Tag bringt was er bringt. 
Kurz hinter Szolnok endet unser geliebter Fahrraddamm und wir müssen wieder auf die Landstrasse. War schön echt schön dort lang zu radeln ohne belästigenden Autoverkehr. Wir rollen heute auf Landstrassen durch zig ungarische Dörfer, die irgendwie dann alle gleich aussehen. Nach 78 km erreichen wir unser heutiges Tagesziel Csongrad. Der hiesige Campingplatz ist schnellgefunden, für heute mieten wir uns eine Hütte hier, die sehen schon echt neckisch aus. Aufgestelzt auf Pfählen mit Treppenzugang sehen die aus wie Baumhäuser. Neben dem Camping gibt's gleich einen Sandstrand an der Theis, genau das richtige nach der Radtour in die kühlenden Fluten zu springen, ein schönes Plätzchen hier.



Tag 15, Samstag der 14. September

Es gibt wieder einen Fahrraddamm an der Theis, das heißt für uns wieder entspanntes radeln ohne auf Autos achten zu müssen. Unterwegs kommt mal wieder meine Drohne zum Einsatz, diesmal fliege ich sie auf Maximalhöhe von 120m um ein paar Landschaftsaufnahmen von oben zu machen. Nach Szeged, unser Tagesziel heute, rein, geht es dann auf einem Fahrradweg neben einer Fernverkehrsstraße, super gerade und eben, man denkt man rollt ohne Widerstand auf einem E-Bike. Überhaupt gibt es in ganz Szeged extra Fahrradspuren überall und eine echt gute Wegeführung für Radfahrer. Der Campingplatz liegt wieder direkt an der Theis und ist ziemlich teuer. Für uns geht's abends erstmal in die Innenstadt zur Besichtigung und auf der Suche nach dem Ursprung des Szegediner Gulasch. Die Stadt ist wirklich schön, überall noch viel Leben abends in den Strassen. Die Menschen sitzen in den Strassencafés und genießen die laue Spätsommernacht. Szegediner Gulasch finden wir nicht, aber ein sehr gutes ungarisches Gulasch, die ungarische Küche ist wirklich sehr gut.
Das rege Leben in Szeged kriegen wir dann nachts auch auf dem Campingplatz mit, der direkt gegenüber der Stadt am anderen Ufer der Theis liegt. Partymusik aus allen Richtungen, an schlafen ist kaum zu denken.




Tag 16, Sonntag der 15. September

Es geht nach Serbien. Die Grenze ist nach 20km erreicht. Wir fahren den ganzen Tag Landstrasse gen Süden, leider mit Gegenwind heute. Nach 75km erreichen wir einen Campingplatz bei Ada. superschön gelegen an der Theiss. Die Serben campen noch. Der Campingplatz sieht aus wie ein Überbleibsel aus der Zeit vor 30 Jahren, uralte Zelte, wie sie zu Ostzeiten gebräuchlich waren, Wohnwagen die aussehen als ob sie keinen Winter mehr überstehen, das alles wild im Wald verteilt. Überall verlaufen selbstgezimmerte Holzstege in die Theis, was für ein genialer Platz.




Tag 17, Montag der 16. September

Es geht nach Novy Sad heute, Abschied von der Theis, es geht an die Donau. Die Strecke dorthin ist fast schnurgerade und wir fahren wieder gegen den Wind aus Süden, ziemlich ermüdend das Ganze, so kommt es das Christoph mir beim Windschatten fahren ins Hinterrad fährt und stürzt, geht, bis auf die Schrecksekunde, aber zum Glück alles glimpflich ab. In Novy Sad fahren wir zur Rush hour ein, ein Verkehrsmoloch. Auf einmal ist man mittendrin auf 4spurigen Strassen zwischen hupenden und drängenden Autos, Freiwild als Radfahrer. Nach einer nervenaufreibenden Stunde haben wir Novy Sad durchquert. Novy Sad hat bestimmt auch seine schönen Ecken, aber wir sind heilfroh da raus zu sein aus dem Verkehrsgetümmel. Wir finden eine kleine nette Pension am Donauradweg und lassen den Abend bei ein paar Bier ausklingen.